Dienstag, 31. Mai 2011

Fingerfood - spicy Melanzani


Fingerfood - spicy Melanzani (Foto: Edith Kubiena)
Ich muss gestehen, dass Melanzani lange Zeit nicht unbedingt zu meinen Lieblingsgemüsesorten zählten, aber Geschmack ist zum Glück keine statische Angelegenheit.
Nun, Samstag war die familiäre Geburtstagsfeier unseres Sohns und als kleinen Appetizer machte mein Mann (und Koch des Hauses) einen köstlichen Melanzani-Aufstrich, den ich wirklich weiterempfehlen muss:
750g      Melanzani
2           Limetten, unbehandelt, Saft und Zeste
1/2        rote Zwiebel, fein gehackt
150g      Tomaten, klein gewürfelt
2-3        Knoblauchzehen, gepresst
4 EL       Olivenöl
½ TL      Paprikapulver
1 Bund   Petersilie, Blätter gehackt
1 Bund   Koriander, Blätter gehackt
½  Bund Minze, Blätter gehackt
1 Prise   Chili
             Schwarzer Pfeffer, frisch gemahlen                
             Meersalz


Fingerfood - Melanzani-Aufstrich (Foto: Edith Kubiena)
Das Backrohr auf 240°C vorheizen. Die Melanzani mit einem spitzen Messer mehrmals anstechen. Auf ein Backblech mit Backpapier legen und im Ofen 50 Minuten rösten, bis sie sich auf Druck ganz weich anfühlen und schrumpelig sind. Die abgekühlten Melanzani längs halbieren und das Fruchtfleisch mit einem Löffel ausschaben. Das Fruchtfleisch mit einer Gabel zerdrücken, Zwiebel, Knoblauch, Limettensaft- und –zeste sowie Paprikapulver einrühren. Tomatenwürfel und gehackte Kräuter ebenfalls untermischen und mit Chili, Salz und Pfeffer abschmecken.
Auf getoastetem Brot  als Fingerfood serviert - schmeckt einfach köstlich!

Dienstag, 24. Mai 2011

Bunte Blattsalatschüssel mit Erdbeeren und Ziegenfrischkäse


Blattsalate mit Erdbeeren und Ziegenfrischkäse (Foto: Paul Kolp)

Am Ende eines sonnigen und fast schon sommerlich warmen Frühlingstages steht mir der Sinn nach einem leichten (und schnellen) Abendessen. Frische Blattsalate sind reichlich vorhanden und bei einem Stand am Straßenrand habe ich gerade eine Tasse Erdbeeren aus dem burgenländischen Erdbeer-Zentrum Wiesen erstanden. Ich erinnere mich, mal ein Rezept gelesen zu haben, in dem Erdbeeren und Frischkäse mit Blattsalaten kombiniert wurden. Eine ungewöhnliche, aber schmackhafte Kombination, die ich mit Pinienkernen ergänze. Das Dressing bereite ich diesmal anstelle von Essig oder Zitronensaft mit Verjus, einem aus unreifen Weintrauben gepressten Saft, zu.

Zutaten für 2 Personen
1

Schüssel gemischte Blattsalate (mind. 200g)
150g
milder Ziegenfrischkäse
150g
Erdbeeren
2 EL
Pinienkerne
3 EL
Leinöl (ersatzweise Olivenöl)
2 EL
Verjus (aus unreifen Weintrauben gepresster Saft)
schwarzer Pfeffer, frisch gemahlen
Meersalz


Zubereitung:

Foto: Paul Kolp

Die Blattsalate waschen, trockenschleudern und große Blätter zerkleinern.
Den Ziegenfrischkäse in dicke Scheiben schneiden und mit grob gemahlenem Pfeffer und Meersalz würzen. Die Erdbeeren waschen und je nach Größe halbieren oder vierteln.

Aus Leinöl, Verjus, Pfeffer und Salz ein Salatdressing zubereiten und die Blattsalate damit marinieren. Die Blattsalate mit Erdbeeren, Pinienkernen sowie den Ziegenfrisch­käsescheiben dekorativ anrichten.

Wer will, ergänzt den Salat mit in ein weniger Butter, Orangensaft und Zucker gedünsteten Rharbarberstücken.   


Sonntag, 15. Mai 2011

Goldbrasse mit Spargel-Kartoffelsalat


Als „Edelgemüse“ spielt Spargel bei mir meist die „1. Geige“ in vegetarischen Gerichten. Bei diesem unkomplizierten Gericht für einen (hoffentlich bald wieder) sonnigen Frühlingstag gibt er aber mal gemeinsam mit Kartoffeln eine schmackhafte Begleitung ab. Den Salat kann man als vegetarische Abwandlung auch mit hart (oder wachsweich) gekochten Eiern zubereiten.


Zutaten für 4 Personen
4

Goldbrassen (Dorade royale) à 350g 
1
unbehandelte Zitrone, in dünne Scheiben geschnitten
4 EL
Kräuter (z.B. Petersilie, Fenchelkraut,…), grob gehackt
600g
festkochende Kartoffeln, geschält und mundgerecht gewürfelt
800g
grüner Spargel, holzige Enden entfernt, in 3-4 cm lange Stücke geschnitten
1
Handvoll gemischte Kräuter (z.B. Petersilie, Minze, Basilikum, Schnittlauch)
6 EL
Olivenöl
2 EL
Weißweinessig
schwarzer Pfeffer, frisch gemahlen
Meersalz
ev. ein paar essbare Blüten zum Verzieren

Zubereitung:
Den Backofen auf 220° vorheizen.
Die Kartoffeln in gesalzenem Wasser bissfest kochen und abgießen.

Die Goldbrassen waschen, dann trockentupfen. An der dicksten Stelle die Fische einige Male quer einschneiden (ziselieren), mit Salz und Pfeffer innen und außen würzen und in jede Bauchhöhle jeweils einen Kräuterstiel sowie eine Zitronenscheiben stecken. Die Brassen auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen, mit einer weiteren Zitronenscheibe belegen und mit etwas Olivenöl beträufeln. Die Brassen im Backofen ca. 15 Minuten garen.

In der Zwischenzeit die Spargelstücke je nach Dicke der Stangen 10-15 Minuten dämpfen oder in leicht gesalzenem Wasser kochen.

Die Kräuter entweder im Mixer mit dem restlichen Öl und dem Essig  zu einem Kräuterdressing verarbeiten oder per Hand fein hacken und mit Öl und Essig vermischen. Das Dressing mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Die Kartoffeln und Spargelstücke in einer großen Salatschüssel mit dem Kräuterdressing vermischen.

Die Goldbrassen mit dem Spargel-Kartoffelsalat, den Sie nach Wunsch mit Blüten (ich habe hier Schnittlauchblüten verwendet) noch optisch aufpeppen können, servieren.

Montag, 9. Mai 2011

Fettucine mit Spargel




Zutaten für 2 Personen
400g

Grüner Spargel, holzige Enden entfernt 
150g
Ziegenfrischkäse
½ EL
Zitronensaft (optional)
3 EL
Pinienkerne
160g
Fettucine
2 EL
Olivenöl
Meersalz
schwarzer Pfeffer, zerstoßen


Zubereitung:
Den Spargel in 5 cm lange Stücke schneiden und diese je nach Dicke der Stangen in 10-15 Minuten bissfest dämpfen (oder in leicht gesalzenem Wasser  kochen).
In der Zwischenzeit die Pinienkerne in einer beschichteten Pfanne fettfrei goldbraun rösten und die Fettucine gemäß Packungsanleitung al dente kochen.

Die Spargelstücke (nicht aber die Spitzen) mit dem Ziegenfrischkäse und dem Olivenöl in der Küchenmaschine pürieren und die Creme mit Salz und Pfeffer und ev. etwas Zitronensaft abschmecken.

Die Fettucine auf zwei Tellern anrichten und mit der Spargelcreme überziehen. Die Spargelspitzen und Pinienkerne darauf dekorativ verteilen.

Mit einem Blattsalat und einem schönen Glas Weißwein als Begleitung sind die Spargel-Fettucine ein schnell zuzubereitendes und doch köstliches Frühlingsgericht.


Sonntag, 8. Mai 2011

Endlich ist er da, der heimische Spargel



Spargel gehört zur Familie der Liliengewächse und ist eine mehrjährige Staude. Im Frühjahr treiben mehrere Sprosse aus, die als Spargel geerntet werden.

Inhaltsstoffe: Spargel hat sehr wenige Kalorien, viel Wasser und ist reich an Vitaminen und Mineralstoffen, wie Niacin, Folsäure, B-Vitamine und Vitamin C. An Mineralstoffen enthält er Kalium, Magnesium, Phosphor und Eisen.

Heilwirkung: Der chlorophyllhaltige grüne Spargel ist nährstoffreicher als der Weißspargel. Spargel regt den Stoffwechsel an, wirkt entwässernd und unterstützt auch die Leber-, Nieren- und Lungenfunktion. Der relativ hohe Harnsäuregehalt ist für Gesunde kein Grund zur Besorgnis. Personen mit erhöhten Harnsäurewerten sollten Spargel aber nur in Maßen genießen.

Verwendung: weißer Spargel wird nach dem Waschen dünn geschält, die holzigen Enden werden abgeschnitten. Je nach Dicke wird der Spargel dann 15 bis 25 Minuten lang in Wasser mit etwas Salz gekocht. Ein wenig Zitronensaft kann zur Farbaufhellung beigegeben werden. Den meisten Empfehlungen folgend wird Spargel am besten aufrecht stehend und  portionsweise mit einer Schnur zusammengebunden, gekocht (ich mache das aber nie so – sondern lege ihn in einer genügend großen Pfanne ins kochende Wasser).

Ich persönlich liebe den grünen, dünnen Spargel, der schmeckt meines Erachtens nach „mehr“.
Ich mag ihn - kurz gedünstet oder gebraten - am liebsten über jungem, rohem Blattspinat. Dazu eine Grilltomate und vielleicht noch etwas Rohschinken oder ein wachsweiches Ei – simpel und köstlich.