Montag, 20. Februar 2012

Garnelen mit Avocado-Mango-Salsa und Jasminreis


Ich muss gestehen, dass mein Verhältnis zu Garnelen ein recht zwiespältiges ist. Schließlich ist der Großteil des Angebotes am Markt sowohl bzgl. Tierhaltung als auch aus gesundheitlichen Aspekten für uns Konsumenten (z.B. massiver Einsatz von Antibiotika, Fungiziden und Algiziden) bedenklich. So hie und da überkommt mich aber doch der Gusto, dann gibt's auch bei uns (so 3-4 mal im Jahr) Garnelen. Da achte ich dann aber strikt auf die Qualität, die ich kaufe: entweder Garnelen aus bio-zertfizierter Aquakultur oder aus Wildfang.


Das folgende Rezept war so ganz nach dem Geschmack meiner 17-jährigen Tochter (die der größte Garnelen-Fan in meiner Familie ist): glasierte Garnelen mit einer fruchtigen Salsa auf Salat.



Zutaten für 2 Personen:

300g
Garnelen (möglichst bio-zertifiziert)
2 EL
Sojasauce
2 EL
Wasser
1/2 EL
Rohrzucker
125g
reife Avocado, geschält, entkernt und klein gewürfelt (netto)
125g
reife Mango, klein gewürfelt
1 EL
frischer Ingwer, gerieben
3 EL
Frühlingszwiebel, in dünnen Ringe geschnitten
Chili (nach Geschmack)
1
kleiner Bund frischer Koriander, Blätter grob gehackt
3
Limetten, Saft ausgepresst
2 EL
Sesamöl (erhitzbar)
schwarzer Pfeffer, frisch gemahlen
Meersalz
1
Handvoll Vogerlsalat (od. anderer Blattsalat)
100g
Jasminreis (od. Basmatireis)

Zubereitung:
Den Reis nach Packungsanleitung garen.
Für die Salsa die Avocado- und Mangowürfel mit Ingwer, 2/3 des Limettensaftes, 1 EL Sesamöl gut vermischen und mit Chili, Salz und Pfeffer abschmecken. Jungzwiebel und Koriander erst kurz vor dem Servieren unterheben.
Sojasauce mit restlichem Limettensaft, Zucker und 2 EL Wasser verrühren. In einer beschichteten Pfanne 1 EL Sesamöl erhitzen und die Garnelen darin beidseitig je 1 Minute anbraten. Die Sojasauce-Limettensaft-Mischung eingießen und die Garnelen weitere 3-4 Minuten garen, dabei mehrmals wenden, um sie ein wenig zu glasieren.

Den Vogerlsalat auf zwei Teller geben und Garnelen und Salsa darauf setzen. Mit Reis servieren.

Montag, 13. Februar 2012

Schneller Matjessalat mit "Valentinstags-Ei"


In Facebook stolpert man so manchmal schon über herrlich originelle Dinge. Gestern ist mir ein herzförmiges Ei untergekommen. Das musste unbedingt ausprobiert werden.

Am Frühstückstisch würde sich das herzförmige Ei sowieso gut machen (Valentinstag!), bei mir wurde es zum "Aufputz" eines Matjessalats. Den gab's in einer arbeitssparenden Turbo-Version, um den Bastelaufwand für das herzförmige Ei auszugleichen.

Schneller Matjessalat mit "Valentinstags-Ei"

Zutaten für 2 Personen als Vorspeise (oder kleines Gericht)

2 Matjesfilets
2 kleine (oder 1 große) gegarte Rote Rüben, in dünne Scheiben geschnitten
4 EL Apfelmus
1 Handvoll kleine Salatblätter(z.B. Babyspinat, Rucola, kl. Schnittmangold)
1 EL Olivenöl
1 Spritzer Zitronensaft (od. Apfelessig)
schwarzer Pfeffer, frisch gemahlen
Meersalz

1-2 Eier

Zubereitung
Die Eier wachsweich oder hart kochen und schälen. Zum Formen der Eier einen kräftigen Karton V-förmig zurecht schneiden (ca. 4 cm Kantenlänge) und die Eier wie abgebildet mit Stäbchen und Gummiringerl für zumindest 30 Minuten in den Karton pressen.




Für den Matjessalat je 2 EL Apfelmus auf zwei Teller streichen. Die Rote Rüben-Scheiben dekorativ darauf legen. Die Matjesfilets auf die Rübenscheiben setzen. Mit Salatblättern garnieren. Mit Pfeffer und ein wenig Salz bestreuen, mit Olivenöl und Zitronensaft (od. Essig) beträufeln. Wer will, reibt ein wenig frischen Kren über den Matjessalat.


Zuletzt das herzförmige Ei halbieren und auf den Matjessalat setzen. Gemeinsam mit seiner Liebsten/seinem Liebsten und einem schönen Glas Weißwein genießen. 

Freitag, 10. Februar 2012

Gemüsepaella mit gebratenen Shiitake-Pilzen


Neulich war ich mit meiner Freundin Renée bei einem spanischen Bekannten zum Mittagessen eingeladen. Er kocht großartig und hat uns mit einer köstlichen (und sehr authentischen) Meeresfrüchte-Paella verwöhnt.

Das war Anlass genug für mich, dem Winter ein wenig zu trotzen, mein heiß geliebtes Ottolenghi-Kochbuch "Genussvoll vegetarisch" hervorzuholen und seine Bunte Gemüsepaella (in leicht abgewandelter Form) zu kochen. Als Eiweiß-Ergänzung gab's dazu gebratene Shiitake (Austernpilze wären eine ebenso eiweißreiche Pilzalternative). 

Gemüsepaella (frei nach Ottolenghi) mit gebratenen Shiitakepilzen

Zutaten: für 4 Personen
6 EL Olivenöl
1 milde Zwiebel, fein gehackt
500g Shiitakepilze
je 1 rote und gelbe Paprikaschote, von Stielansatz, Samen und
      Scheidewänden befreit   und in Streifen geschnitten
1 mittelgroße Knolle Fenchel, in Streifen geschnitten
4 Knoblauchzehen, zerdrückt
4 Lorbeerblätter
1 TL geräuchertes Paprikapulver
1 TL Kurkuma
2 Prisen Cayennepfeffer
200g Paella-Reis oder Risottoreis    
150 ml halbtrockener Sherry
2 Säckchen Safranfäden à 0,12g
600 ml kochender Gemüsefond
Salz
100g grüne frische Sojabohnen oder Erbsen
100g Mini-Flaschentomaten
40g Oliven(schwarz), entsteint, zerdrückt oder halbiert
1 Bund Petersilie, gehackt
2 Zitronen, in Spalten geschnitten

Zubereitung:
Das Olivenöl in einer Paella-Pfanne oder einer großen, flachen Bratpfanne erhitzen und die Zwiebel darin 5 Minuten sanft anbraten. Die Paprika und den Fenchel hinzufügen und etwa 6 Minuten bei mittlerer Temperatur garen, bis beides weich und goldbraun ist. Den Knoblauch zugeben und 1 weitere Minute anbraten.

Die Lorbeerblätter, das Paprikapulver, die Kurkuma und den Cayennepfeffer zum Gemüse geben und gut unterrühren. Den Reis hinzufügen und 2 Minuten weiterrühren, danach den Sherry, sowie den Safran zugeben. 1 Minute aufkochen lassen, dann den Fond und etwas Salz zugeben. Auf möglichst niedrige Temperatur schalten und etwa 20 Minuten sehr sanft garen, bis der Reis die Flüssigkeit fast vollständig aufgenommen hat. Während des Garens Deckel auflegen und den Reis nicht umrühren.

In der Zwischenzeit die Sojabohnen/Erbsen dünsten, abgießen und eiskalt abschrecken. Die Shiitakepilze mit Knoblauch anbraten und abschmecken.

Dia Paella vom Herd nehmen, probieren und, falls nötig, noch etwas Salz zugeben; den Reis und das Gemüse dabei jedoch möglichst wenig umrühren. Die Tomaten und die Sojabohnen/Erbsen auf dem Reis verteilen, und dann den Topf mit Aluminiumfolie dicht verschließen. 10 Minuten ruhen lassen.

Die Folie entfernen. Die Paella mit den Oliven und der Petersilie bestreuen.
Mit den gebratenen Shiitakepilzen und Zitronenspalten anrichten.