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| Kichererbsensalat_1 (Foto: Kubiena) |
Bei einem
Gartenfest mit Freunden hab ich als Mitbringsel das Buch „Peace Food“ von
Ruediger Dahlke geschenkt bekommen.
Schon seit längerem schwirrt mir der Gedanke im Kopf herum, hochwertige
vegane Ernährung auszuprobieren und begleitend meine Blut- bzw.
Körperzusammensetzung mittels bioelektrischer Impedanzanalyse zu überprüfen.
Das Dahlke-Buch hat mir dafür den letzten Kick gegeben.
Aber vegan
ist nicht vegan. Meine Challenge ist eine hochwertige Versorgung mit allen
Nährstoffen, die ansonsten primär über tierisches Eiweiß aufgenommen werden
(z.B. essentielle Aminosäuren, Omega 3-Fettsäuren, Jod, Zink, Eisen, Kalzium,
Vitamin B2 und B12 etc).Wichtig ist mir dabei auch, eine Eiweißquelle möglichst
nur einmal am Tag zu verwenden, um so keine Unverträglichkeiten zu erzeugen. Und
die Verteilung am Teller muss passen: neben dem Eiweiß immer mindestens 150 g
Gemüse zuzüglich Kräuter und keine „Kohlenhydrat-Berge“ (immer eine Gefahr bei
veganer Kost). Ebenso möchte ich aus meiner Sicht auch ein optimales
Fettsäurenverhältnis mit Ölen erreichen. Fünf
Stunden Essenspause und dazwischen keine Snacks zu essen, das ist mir
auch ein wichtiger Punkt, um den Insulinspiegel zwischen den Mahlzeiten nicht
in die Höhe zu treiben und damit die Fettverbrennung zu bremsen.
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| Kichererbsensalat_2 (Foto: Kubiena) |
Der Tag
eins gestern war schon spannend. Zu Mittag gab es Kichererbsensalat (160g gekochte
Kichererbesen pro Person) mit mindestens 150g Gemüse pro Person (wie roter
Paprika, Paradeiser, Gurken) und einer Riesenmenge Kräuter frisch aus dem
Garten (wie junge kleine Selleriestangen, Portulak, ein Bund Petersilie, ein
Bund Dille und Gewürzfenchel, Rucola, Minze und Blätter von der Kapuzinerkresse).
Das Dressing aus Tahin (Sesammus) und frischem Zitronensaft und Olivenöl würzte
ich mit Gomasio (Salz mit geröstetem Sesam),
Kampotpfeffer und Sumach. Ein köstlicher, erfrischender Salat für einen
so heißen Tag und ein geglückter Einstieg in mein veganes Monat.
Als
Nachspeise gab es frische Ribisel vom Strauch. Deren Pflücken ist so mühsam,
dass ich sie nur direkt vom Strauch naschen mag.
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| Ribisel (Foto: Kubiena) |
Das
Abendessen bestand aus einer Pissaladiere, einer Art Pizzaspezialität aus Nizza:
Germteig, ganz dünn ausgewalkt, bestrichen mit Tapenade (schwarzes Olivenpüree)
und belegt mit langsam geschmorten Gemüsezwiebeln. Meine Familie bekam die
Originalvariante, mit Sardellenfilets belegt, serviert. Ja und da hatte ich
schon erstmals ein Problem mit meinem (fehlenden) hochwertigen Eiweiß. Und ich
hab das Problem aus geschmacklichen Gründen nicht gelöst. Zur Pissaladiere gab
es aus dem Garten frischen Salat und danach Stachelbeeren.
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| Pissaladière (Foto: Kubiena) |
Das
Frühstück heute morgen war interessant.
Ich habe gestern abend schon Quinoa vorgekocht, da ich morgens immer hungrig
und dann kein besonders geduldiger Mensch bin. Ich habe unsere ersten jungen Zucchini
gepflückt und mit Karotten in winzig kleine Würfel geschnitten. Von meiner
neuen Mandoline (Edel-Gemüsehobel) hatte ich mir aber eigentlich mehr
Unterstützung erwartet. Vermischt habe ich Quinoa und Gemüse mit gehackten
Cranberries und Makadamianüssen. Die Marinade war mit geröstetem Sesamöl,
Tahin, Zitronensaft und Gomasio und etwas Ras el Hanout. Diesen Salat habe ich
im Yamm, einem vegetarischen Lokal am Lueger-Ring in Wien, gegessen und war
total begeistert. Meine Version ist noch nicht ganz an das Original
herangekommen, aber ich habe die Zeit und Wichtigkeit des „Durchziehens“ wohl
nicht bedacht. Also angesichts des Arbeitsaufwandes und Durchziehens werde ich
den Salat in Zukunft am Abend vorbereiten.
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| Quinoa-Salat (Foto: Kubiena) |